Gebete

Gebet von Georg Schwikart


Gebet von Wilhelm Willms


Gebet von Andreas Paul


Ökumenisches Friedensgebet 2019


Gebet einer Freiwilligen aus Argentinien

Seit Jahren gibt es einen Austausch von Jugendlichen zwischen
Ländern der Südhälfte und unserer Diözese. Eine dieser Freiwilligen
in Argentinien formulierte das folgende Gebet:

Danke Gott!

Danke für dieses Jahr! Es war schön, es war hart.
Ich habe viel, sehr viel gelernt.
Danke für die guten Erfahrungen, für die Erfolge!
Danke für die schlechten Erfahrungen, für die Rückschläge!
Danke für die Zeit, dieses Jahr, das Du mir geschenkt hast!
Danke!
Dieses Jahr, Herr, leg ich zurück in Deine Hände,
denn du gabst es mir.
Du Herr bist doch der Zeiten Anfang und Ende,
ich vertraue Dir.
Ich bin in Frieden, mit Dir, mit mir, mit der Welt.
Ich gebe mich ganz in Deine Hände.
Du bist mein Weg, meine Wahrheit und mein Leben.
Ich bin erfüllt von Dankbarkeit,
so viel Dankbarkeit für die Gefühle
von Frieden und Geborgenheit, die du mir gibst,
dass ich es gar nicht ausdrücken kann.
Ich möchte, dass Du mich ganz durchdringst,
mein Gott.
Gib mir Kraft in schweren Stunden.
Stecke mich an, erfülle mich mit Deiner Freude, Deiner Liebe.
Durchdringe mich und leite mich auf meinem Weg.
Mit Dir wird es gut!
Amen


Ökumenisches Friedensgebet 2018

Gott, gib uns ein reines Herz, das versteht,
was Frieden bedeutet.
Lass uns begreifen, was dein Friede ist.
Dann können wir wirkliche Friedensstifter sein in unsere Welt.
Schenke uns deine Gnade, damit wir nicht von Trägheit,
Gleichgültigkeit oder Furcht besiegt werden.
Lass uns hellwach einstehen für Frieden.
Gib uns den festen Willen und die Stärke,
den Weg des Friedens ausfindig zu machen und ihm zu folgen.
Lass uns beitragen zu einer friedfertigen Stimmung
in unseren Häusern und auf unseren Plätzen.
Mögen wir uns einsetzen für eine Kultur des Friedens
zwischen allen Völkern.
Schenke uns Weisheit, damit wir unser Leben
auf dem festen Grund des Friedens aufbauen.
Lass die Welt durch unseren liebevollen Umgang
miteinander erkennen, dass du die Quelle des Friedens bist.
Wir vertrauen auf die Zusage deines Sohnes Jesus Christus:
„Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch.
Nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch.
Lasst also eure Herzen nicht bekümmert sein und voller Angst.“
So wollen wir andere teilhaben lassen an dem Frieden,
den wir bereits erhalten haben, während wir gleichzeitig
auf dem Weg unseres Lebens in dieser Welt,
sehnsuchtsvoll auf die Vollendung deines Friedens hoffen.
Amen.

Abba Petros Berga


Du Gott des Aufbruchs

Du Gott des Aufbruchs, segne uns,
wenn wir dein Rufen vernehmen, wenn deine Stimme lockt,
wenn dein Geist uns bewegt zum Aufbrechen und
Weitergehen.
 
Du Gott des Aufbruchs, begleite und behüte uns,
wenn wir aus Abhängigkeiten entfliehen,
wenn wir uns von Gewohnheiten verabschieden,
wenn wir festgetretene Wege verlassen,
wenn wir dankbar zurückschauen und doch neue Wege
wagen.
 
Du Gott des Aufbruchs, wende uns dein Angesicht zu,
wenn wir Irrwege nicht erkennen, wenn Angst uns befällt,
wenn Umwege uns ermüden,
wenn wir Orientierung suchen in den Stürmen der
Unsicherheit.
 
Du Gott des Aufbruchs, leuchte auch unserem Weg,
wenn die Ratlosigkeit uns fesselt,
wenn wir fremde Lande betreten,
wenn wir Schutz suchen bei dir,
wenn wir neue Schritte wagen auf unserer Reise nach
innen.
 
Du Gott des Aufbruchs, mach uns aufmerksam,
wenn wir mutlos werden, wenn uns Menschen begegnen,
wenn unsere Freude überschäumt, wenn Blumen blühen,
die Sonne uns wärmt, Wasser uns erfrischt,
Sterne leuchten auf unserem Lebensweg.
 
Du Gott des Aufbruchs,
sei mit uns unterwegs zu uns selbst,
zu den Menschen, zu dir.
Segne uns mit deiner Güte
und zeige uns dein freundliches Angesicht.
Begegne uns mit deinem Erbarmen,
und leuchte uns mit dem Licht deines Friedens
auf allen Wegen.
 
Amen.

Zeugen gesucht

Zeugen gesucht.
Gefragt sind Frauen und Männer,
die überzeugen,
weil sie überzeugt sind von dem,
was sie verkünden.
Gefragt sind Menschen,
die das ausstrahlen,
was sie sagen und verkörpern,
wovon sie reden,
die einfach glaub-würdig sind.
Zeugen gesucht.
Gefragt sind Frauen und Männer,
die Zeugnis geben
von der Hoffnung, die sie trägt,
vom Vertrauen, das sie prägt,
von der Sehnsucht, die sie bewegt,
von Gott, der zu uns steht.
Zeugen gesucht.
So fing es an.
Damals in der Apostelgeschichte.
So geht es weiter.
Heute in der Kirche.
So bleibt Gottes
schöpferischer Geist
am Werk
in und durch uns Menschen.
 
Paul Weismantel

Gebet zum Katholikentag in Münster von Bischof Dr. Felix Genn

Herr, unser Gott, wir suchen Frieden:
für die Welt und Europa, für unser Land und
die Gesellschaft, in der wir leben.
Wir suchen Frieden mit und in Deiner Schöpfung,
zwischen den Religionen und Konfessionen, in unserer
Kirche und in unseren Gemeinden.
Wir suchen Frieden untereinander und mit uns selbst.
Wir suchen Frieden mit und in Dir.
Wir sehen
Unfrieden, Kriege und Kämpfe, die Ausbeutung der Erde,
religiöse Gewalt und fanatischen Hass.
Wir erleben
Brüche und Krisen, Krankheit, Leid und Tod.
Wir sehen,
dass die Welt Dich vergessen kann
und erleben doch immer wieder Zeichen
Deiner Nähe, Deines Lebens und Deines Friedens.
Dankbar sind wir Dir für alle,
die an einer friedlichen und solidarischen Welt mitwirken,
die eine menschenwürdige und gerechte Zukunft suchen,
die sich für eine versöhnte Gesellschaft einsetzen,
die für Dialoge zwischen den Religionen einstehen.
Dankbar sind wir Dir für alle,
die uns das Glück gelingender Beziehungen schenken,
die unseren Herzen und Seelen Frieden geben,
die an Dich glauben, Dich lieben, Dich bezeugen,
die unser Vertrauen auf Dich und Deine Nähe stärken.
Dankbar sind wir Dir vor allem,
dass Du uns Deinen Sohn Jesus Christus geschenkt hast.
Er ist unser Friede.
Durch Ihn und mit Ihm können wir Friedensstifter sein.
Mit Ihm und allen Betern des Volkes Israel sprechen wir:
„Wer ist der Mensch, der das Leben liebt und gute Tage
zu sehen wünscht? Meide das Böse und tue das Gute;
suche Frieden, und jage ihm nach!“
So lass uns Menschen werden, die das Leben lieben
und den Frieden suchen. Amen.


Gebet von MISEREOR und CARITAS Indien

Gott, unser liebender Vater,
Schöpfer der Erde und all ihrer Lebewesen,
wir preisen Dich für die Schönheit Deiner Schöpfung.
Wir bitten um Vergebung, wo wir – aus Gier,
Selbstsucht und Gleichgültigkeit – versäumt haben,
für unsere Mutter Erde zu sorgen.
Schenke uns ein tiefes Bewusstsein für unsere Pflicht,
Deine Schöpfung und ihre biologische Vielfalt
zu bewahren und zu schützen und so Dir,
ihrem Schöpfer, Ehre zu erweisen.
Sei unser Anker, wenn Gegenwind in unserem
Inneren Verwirrung stiftet; halte uns zusammen,
wenn wir von unserem Ziel abkommen,
auf das Wohl aller hinzuarbeiten; stärke uns im
Entschluss, für die Rechte aller Menschen aufzustehen;
gib uns in dieser Fastenzeit ein empfindsameres
Herz, damit wir auf die Bedürfnisse unserer
Schwestern und Brüder in den Gemeinden,
Gesellschaften und Nationen eingehen.
Segne jede unserer Bemühungen, auf eine gerechtere,
menschlichere und umweltfreundlichere Welt hinzuarbeiten.
Amen.


Ökumenisches Friedensgebet 2018

Gott, gib uns ein reines Herz, das versteht, was Frieden bedeutet.
Lass uns begreifen, was dein Friede ist.
Dann können wir wirkliche Friedensstifter sein in unserer Welt.
Schenke uns deine Gnade, damit wir nicht
von Trägheit, Gleichgültigkeit oder Furcht besiegt werden.
Lass uns hellwach einstehen für Frieden.
Gib uns den festen Willen und die Stärke,
den Weg des Friedens ausfindig zu machen und ihm zu folgen.
Lass uns beitragen zu einer friedfertigen Stimmung
in unseren Häusern und auf unseren Plätzen.
Mögen wir uns einsetzen für eine Kultur des Friedens zwischen allen Völkern.
Schenke uns Weisheit, damit wir unser Leben
auf dem festen Grund des Friedens aufbauen.
Lass die Welt durch unseren liebevollen Umgang miteinander erkennen,
dass du die Quelle des Friedens bist.
Wir vertrauen auf die Zusage deines Sohnes Jesus Christus:
„Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch.
Nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch.
Lasst also eure Herzen nicht bekümmert sein und voller Angst.“
So wollen wir andere teilhaben lassen an dem Frieden,
den wir bereits erhalten haben, während wir gleichzeitig
auf dem Weg unseres Lebens in dieser Welt,
sehnsuchtsvoll auf die Vollendung deines Friedens hoffen.
Amen.
(Abba Petros Berga, Priester in der Diözese Addis Abeba)


Vaterunser der Campesinos vom Andenhochland

Vater aller Verfolgten, aller ungerecht Behandelten.
Vater unser,
der du bist auf Erden,
der du bist im Leben aller Menschen,
die Gerechtigkeit suchen und versuchen, dir zu dienen.
Dein Name wird nicht geheiligt
von jenen, die dein Ebenbild im Menschen zerstören,
indem sie ihn im Namen des Gottes „Geld“ ausbeuten
und unterdrücken.
Dein Name wird geheiligt
in den armen und einfachen Leuten,
die ihre Hoffnung auf dich setzen.
Dein Reich komme,
dein Reich der Freiheit und der Liebe,
der Geschwisterlichkeit
und der Gerechtigkeit, des Rechtes und des Lebens,
der Wahrheit und nicht der Lüge.
Dein Wille geschehe,
nicht der Wille derer, die einen Platz einnehmen
wollen
um zu herrschen, zu zerstören, sich zu bereichern
und das Volk zu versklaven.
Unser tägliches Brot gib uns heute,
das Brot der Versammlungs- und Organisationsfreiheit,
das Brot einer Schulausbildung auch für die,
die in einer Hütte aus Karton und Wellblech hausen,
das Brot der medizinischen Versorgung für alle,
das Brot deines Wortes.
Und vergib uns unsere Schuld.
Vergib uns, wenn wir aus Angst schweigen
und nicht sagen,
was nach deinem Willen gesagt werden muss.
Vergib uns, Herr, wenn wir nicht teilen.
So, wie wir denen vergeben,
die uns raubten,
was nach deinem Willen uns gehören soll.
Denn dein Reich ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Aus: Sigmund Graf Adelmann und Peter Hertel (Hg.),
Gemeinsam unterwegs. Partnerschaft mit der Kirche Boliviens. Hildesheim: Bernward 1990, S. 227 f.


Gebet

Du brauchst Gott
weder hier
noch dort
zu suchen.
Er ist nicht ferner
als vor der Tür des Herzens.
Da steht er
und harrt und wartet,
wen er bereit finde,
der ihm auftue und ihn einlasse.
Du brauchst ihn nicht
von weither herbeizurufen:
Er kann es weniger erwarten
als du, dass du ihm auftust.
Es ist ein Zeitpunkt:
das Auftun und das Eingehen.
In unserem tiefsten Innern,
da will Gott bei uns sein.
Wenn er uns nur daheim findet
und die Seele nicht ausgegangen ist
mit den fünf Sinnen.
(MEISTER ECKHART)


Gebet aus Burkina Faso

Ich komme dir zu danken
Herr, mein Gott,
wie der Fisch
nicht ohne Wasser leben kann.
so kann ich nicht ohne dich sein.

Du hast mich erschaffen,
du erhältst mein Leben.
Heute komme ich zu dir,
heute möchte ich dir danken
für das Leben, das du mir
immer wieder neu schenkst.
 
Ich komme, dir zu danken,
ich komme, dir zu sagen,
wie sehr ich das Leben liebe.
Ich freue mich zu leben.
 
Vor allem freue ich mich,
dass ich dein Kind sein darf,
dass ich göttliches Leben tragen darf,
dass ich deinen heiligen Geist spüren darf.
Herr, du willst in mir leben,
sei mein Gast.
 
Von ganzem Herzen danke ich dir
für diese Ehre, für diese Freude.
(aus Burkina Faso)
 

La Pastorale des Migrants

Herr, Gott des Universums,
Du bist der Vater
für alle Kinder auf der Erde.
Du kennst ein jedes.
Du siehst uns an –
nicht wie anonyme Wesen,
sondern als Personen
mit einem Gesicht,
einer Geschichte.
Jede und Jeder ist für dich ein geliebtes Kind.
Lehre uns, einander anzuschauen,
wie du uns anschaust.
Lehre uns das Wagnis,
dem Blick des Anderen zu begegnen.
Öffne unsere Augen, um dich
in unseren Brüdern und Schwestern
wiederzuerkennen.
Du hast eine besondere Liebe zu den Kleinen.
Wie Jesus
wendest du dich den Kindern
und den Jugendlichen zu.
Jedes Kind
ist ein Segen von dir.
Wir danken dir für ihre Lebenskraft
und für die Hoffnung,
die sie ausstrahlen.
Sie erinnern uns,
dass die Zukunft vor uns liegt:
eine Zukunft,
an der wir gemeinsam
in Menschlichkeit bauen
Jeder kann seinen Teil dazu beitragen,
das Leben, den Frieden und die Hoffnung
ans Licht zu bringen.
Du wendest deine Augen nicht ab,
wenn das Leben bedroht ist.
Kein Leiden und keine Verletzlichkeit
sind dir fremd.
Du nimmst den Aufschrei deiner Kinder wahr:
den unserer Stimmen ebenso
wie den unserer Gesten,
unserer Körper, unserer Blicke.
Du siehst die dargebotene Hand
und den Körper ohne Leben;
du siehst das willkommen heißende Antlitz
und die Schranken,
die man aufrichtet;
du verstehst die Tränen einer Mutter
nach dem Schiffbruch
und das fröhliche Lachen des Kindes,
das eine neue Heimat gefunden hat.
Nimm hier unsere Augen,
unsere Hände, unsere Einsichten
und unsere Wünsche.
Fülle unser Sein mit deiner Güte
und deiner Weisheit.
Gib uns ein waches und mitfühlendes Herz.
Lass uns an Menschlichkeit wachsen –
in Worten und in Werken.
Zeige uns den Weg
zum Leben.
Amen
(c) Interkulturelle Woche


Die Kirche - ein Traum (Meditation von den Fidschi-Inseln)

Hier ist unser Traum, unsere Vision für die Kirche

in Fidschi und Rotuma.
Es ist ein Traum, der uns herausfordert, zu arbeiten
und zu kämpfen, bis er Wirklichkeit wird.
 
Wir träumen von Gemeinschaften
kleiner Gemeinschaften,
selbst-dienend (personell, Laien),
selbst-erhaltend (materiell),
selbst-verkündend (Evangelisierung),
selbst-darstellend (kulturell),
selbst-entdeckend (theologisch),
selbst-konfrontierend (Unrecht).
 
Wir träumen von Gemeinschaften
deren Mitglieder, Jünger Jesu und bevollmächtigt durch
den Geist, gesandt sind zum Gesamt der Gesellschaft,
um die Wahrheit des Evangeliums zu verkünden,
um Übel und Unrecht anzuklagen,
um mit allen Menschen guten Willens zusammenzuleben,
um eine Gesellschaft der Gerechtigkeit und des Friedens
zu bauen, des Teilens,
der liebenden Sorge für die Menschen und für das Land,
Gottes kostbares Geschenk.
 
Wir träumen von einer Ortskirche
in Fidschi und Rotuma:
eine Kirche, gebildet aus Pfarreien, geeint durch ihre
geweihten Hirten, mit ihrem Oberhirten, dem Erzbischof;
eine Ortskirche, im Bewusstsein ihrer Bildung und ihres
Dienstes an anderen pazifischen Kirchen und der
Universalkirche und bereit, einige ihrer Mitglieder
zur Mission in andere Ortskirchen zu senden.
 
Wir träumen von Pfarreien bereichert durch kulturelle
Vielfalt, geeint in kultureller Vielfalt,
weil die wertgeschätzt und verwendet wird
in Dienst und Feier.
Pfarreien, wo alle bereit sind, zu dienen und zusammen-
zuarbeiten,
zu lernen von Menschen aller Religionen,
sie zu achten und willkommen zu heißen
als Brüder und Schwestern.
 
Wir träumen von einer Ortskirche
ihrer Geschichte und ihrer Zukunft bewusst:
ine pilgernde Kirche, eine dienende Kirche, eine geeinte
Kirche…
Wir träumen von Pfarreien um die sich Hirten sorgen,
die demütig sind und schlicht und mitleidsvoll,
gebetsliebend und hingebungsvoll, vertrauend und vergebend
Zeugen in Wort und Tat für Jesus Christus,
die zuhören können und unterscheiden,
ermutigen und lehren, feiern und heiligen;
Pfarreien, denen geholfen wird durch diözesane
Strukturen für die Verwaltung, Forschung,
die Kommunikation, die Evangelisierung
und die pastorale Bildung;
 
Pfarreien, denen geholfen wird durch
Gemeinschaften von Ordensbrüdern und -schwestern,
die Zeugnis ablegen
vom kommenden Königreich durch ihr Leben und Arbeiten.
 
Wir träumen von Pfarreien,
wo die Familie eine wahre Hauskirche ist,
die kostbare Zelle, die wertgeschätzt,
unterstützt, ernährt werden muss,
um allen ein zeichenhaftes Sakrament
zu werden,
dabei Gottes Liebe enthüllend;
wo der Dienst an der Jugend und den Erwachsenen
eine tiefe Glaubensverpflichtung zum Ziel hat,
Glaube an Jesus im Dienste seiner Kirche,
entweder in Ehe und Elternschaft oder in
ehelosem Leben (kontemplativ, apostolisch oder häuslich)
 

Heiliger Martinus,

inmitten einer Welt von Macht und Gewalt
warst du auf der Suche nach Frieden und Mitmenschlichkeit.
Unter den Nachfolgern Jesu entdecktest du
die Vision vom Reiche Gottes.
Diese Erfahrung veränderte dein Leben.
Nicht mehr der römische Kriegsgott Mars,
der dir seinen Namen gab,
sollte weiterhin dein Leben bestimmen,
sondern die Ahnung von einem Gott des Lebens,
den du im Evangelium Jesu entdecktest.
Die geschundene Kreatur eines Bettlers
offenbarte dir das Geheimnis Jesu.
Als du deinen Mantel mit dem Bettler teiltest,
da erfuhrst du,
dass das Weizenkorn, das stirbt, reiche Frucht bringt,
Früchte von Menschlichkeit und Liebe.
Die Begegnung mit Christus machte dein Leben reich,
so dass du ohne Pomp und Prunk
deine Verantwortung als Bischof leben konntest.
Die Begegnung mit Christus gab dir den Mut und die Kraft
versklavenden Mächten entgegenzutreten.
Du Gott des Lebens,
was du im heiligen Martinus gewirkt hast,
das wirke auch in uns.
Entzünde unser Herz an der Begegnung mit Jesus Christus.
Schenke uns Erfahrungen, die unseren Egoismus zerbrechen.
Lass uns neu deine Stimme hören:
„Was ihr dem Geringsten der Menschen getan habt,
das habt ihr mir getan.“
Du Gott des Lebens,
unser Leben als Martinusgemeinde werde dir zum Lob
und schenke Menschen die Fülle deines Reiches des Friedens.
Amen.