Altarraums in St. Martinus

Umgestaltung des Altarraums in St. Martinus im Zeichen der Coronakrise

Die katholische Kirchengemeinde St. Martinus hat im Zeichen der Coronakrise ihren Altarraum umgestaltet. In der Mitte steht nun ein Kreuz aus dem einzigen Stamm des Christbaumes, der in der Weihnachtszeit in der Kirche stand. Dieser Stamm, Sinnbild unseres Lebens, begleitet uns nun in der Kirche von der Geburt Christi an Weihnachten, bis zu seinem Tod am Kreuz. Die Endlichkeit des Lebens wird uns da stark vor Augen geführt. Die wenigen grünen Zweige am Stamm verweisen jedoch schon auf Ostern, das Fest der Auferstehung. Diese Kraft der Hoffnung benötigen wir vor allem jetzt in dieser Zeit von Corona.

Vor diesem Kreuz wurde eine Backsteinmauer errichtet. Besucher der Kirche können dort ihre Sorgen, Ängste, Nöte und Wünsche auf einen Zettel schreiben und in die Mauer stecken. Sobald es wieder Gottesdienste geben kann, werden diesen Anliegen besonders aufgenommen, an sie gedacht und dafür gebetet. Besucher können aber auch direkt ihre Gedanken an den Baumstamm heften, so dass es für alle lesbar ist.

Wer den richtigen Standort findet, der erkennt, wie auf dem Bild, wie das goldene Haus des Hungertuches sich um die Mitte des Kreuzes schließt und uns zeigt, dass bei allem Wohlstand auch immer das Kreuz, Sorgen, Schmerz und Leid im Mittelpunkt unseres Lebens stehen und uns treffen können.

Während auf der rechten Seite Papier liegt für die Gedanken, die die Maueröffnungen füllen sollen, liegt auf der linken Seite die Heilige Schrift mit dem Tagesevangelium auf, als die Grundlage unseres Glaubens.

Es kann aber auch ganz einfach ein Licht angezündet werden, um den Bitten Gestalt zu verleihen.

Bei allen Sorgen und Ängsten mit Corona, kann uns vielleicht ein Gebet, ein stilles Verweilen, etwas Ruhe und Gelassenheit in unseren Alltag bringen. Probieren Sie es!

Franz A. Scheuermann
Gewählter Vorsitzender im Kirchengemeinderat der katholischen St. Martinusgemeinde